Startup-Screener: Stepsetter

by • 30. Mai 2014 • Köln, Startup ScreenerComments (1)5516

Der Startup-Screener stellt euch Startups aus NRW vor. Diesmal ist das Kölner Startup Stepsetter dran, das seit Februar 2014 an einem Portal für Backpacker und Reisende arbeitet. Auf einer Teaser-Seite kann man sich bereits für den Service anmelden, ihr Launch steht demnächst an.

Wie heisst euer Startup?

Unser Startup heisst Stepsetter und wir sind seit Februar im STARTPLATZ unterwegs.

Was für ein Problem der Welt da draußen wollt ihr lösen – und wie?

Wir haben selbst als Backpacker im Jahre 2012 das Verhalten entdecken müssen, dass viele Reisende nicht (nur) die typischen Attraktionen abhaken möchten, sondern exklusiver und lokaler in bestimmten Destinationen reisen möchten. Das Problem ist, dass es nicht einen Ort bzw. eine Plattform gibt, wo Reisende vertrauenswürdige (von Freunden) und exklusive Informationen filtern und für sich gewinnen können ohne unbedingt ein zeitintensives Crowdsourcing durchzuführen. Es gibt viele verschiedene Plattformen, wo sich Reisende tummeln, die das Planen einer Reise bedienen, das Foto-Sharing oder auch das allgemeine Crowdsourcing, aber nicht eine verbindet all diese Optionen, um es dem User zu erleichtern. Das machen wir.

Und wie genau macht ihr das?

Stepsetter ermöglicht mit einem Klick vertrauenswürdige Menschen und Informationen zu einer bestimmten Destination zu finden. Unsere User können planen, während der Reise agieren und natürlich auch später, um nicht nur Erfahrungen zu teilen, aber um wiederum auch wieder für zukünftige Reisen zu planen. Alles auf einer Plattform bzw. App.

 

 

Wie sieht euer Business-Model aus?

Wir planen sogenannte Experten in stepsetter zu integrieren. Dabei handelt es sich um reise-orientierte Unternehmen, die nachhaltig orientierte Produkte anbieten, seien es Touren, Equipment oder Aktivitäten. Diese Experten haben die Möglichkeit, mit den Usern zu interagieren, aber auch destinations-orientiert ihre Produkte zu präsentieren. Es wird sich nicht um Werbung handeln im klassischen Sinne, da wir der Meinung sind, dass speziell unsere User kein Interesse an einer Werbebombe haben. Bei erfolgreich abgeschlossenen Deals wird eine provision-orientierte Komponente das Business-Modell stärken. Somit handelt es sich um drei Revenue-Streams, die jedoch erst dann in Angriff genommen werden, wenn stepsetter eine kritische Masse von Usern erreicht hat. Ohne User keine Experten und das ist okay. Der Vordergrund unserer Idee ist der User, der Reisende, der mit stepsetter eine Problemlösung für seine Reisen geboten bekommt.

Was ist euer drängendstes Problem – wodurch könnten euch andere helfen?

Wie eigentlich jedes Start-Up ist es für uns natürlich eine große Hilfe in Kontakt mit Investoren zu kommen, die nicht nur international agieren, aber idealerweise auch privat das Interessengebiet Reisen/Backpacking teilen. Neben unseren Marketing-Strategien kann es natürlich nie schaden, das unglaublich hilfreiche Word-of-Mouth Advertisement anzutreiben. Jeder, der an die Idee und an uns glaubt und es weiter trägt, ist eine riesen Hilfe für uns. Es soll eine feste Community kreiert werden, die durch ihre User lebt. Helft uns durchs Weitersagen zu einer festen und glücklichen Community, und wir sind glücklich.

Was könnt ihr anderen Startup empfehlen?

Gebt nicht auf. Sucht Euch Gleichgesinnte und versucht mentale Unterstützung durch andere Gründer zu holen. Es gibt Millionen Meinungen zu Euren Ideen, sicherlich viele positive, aber auch negative. Lasst Euch nicht unterkriegen. Uns hat es immer wieder geholfen, dass wir zu zweit sind, aber auch, dass wir uns immer wieder zurückerinnert haben, warum wir das Ganze machen. Wir ziehen das durch und genau diese Einstellung sollte jeder haben, der von Beginn an von seiner Idee überzeugt ist. Und trotzdem: Hört zu! Negative Kritik ist nicht unbedingt negativ. Viele negative und überaus kritische Meinungen haben uns zum sogenannten Pivoting getrieben, was bedeutet, dass einzelne Teile im Unternehmen durch leichte Veränderungen am Ende die Idee viel weiter bringen. Habt keine Angst vor Veränderungen, lasst Euch aber halt auch nicht von der Bahn treiben.

Euer wievieltes Startup ist das?

Stepsetter ist unser erstes Start-Up und deshalb wird hier jetzt Vollgas gegeben und viele Fehler früh gemacht, damit am Ende alles gut funktioniert.

Kurzinfo zu den Gründern: Wer seid ihr und was habt ihr vorher gemacht?

Ich bin Svenja, 24 Jahre alt und ursprünglich aus Norddeutschland. Ich habe an der Cologne Business School meinen Bachelor in International Business in Tourism Management absolviert und bin eine klassische Weltenbummlerin. Ich liebe fremde Kulturen, Fremdsprachen, Lifestyles, Landschaften etc. Noch vor dem Abitur habe ich in Kalifornien in einem typischen Summer Camp als Tennistrainerin gearbeitet und dort habe ich Andy kennengelernt.
Andy kommt ursprünglich aus Australien, ist auch 24 Jahre alt und hat seinen Bachelor in International Business/Marketing an der Monash University in Melbourne absolviert. Neben dem Reisen ist er ein sehr guter Surfer, liebt das Wasser und die Sonne. Wir leben momentan in Köln (nicht ganz so viel Sonne), was aber bei uns nichts Endgültiges bedeutet. Wir sind noch sehr jung und uns stehen nicht nur mit stepsetter alle Türen offen.

Seid ihr schon mal gescheitert?

Mit einem Start-Up sind wir noch nicht gescheitert, da es ja unser erstes ist und wir auch nicht erwarten, dass stepsetter scheitern wird.
Innerhalb des Prozesses haben wir jedoch schon mehrere Fehlentscheidungen getroffen. Aber das ist okay. Es ist in dem Moment sehr schlimm und lässt die Kraft ein wenig schwinden, aber wenn man dann versteht, dass Fehler dazu gehören und ungemein wichtig sind, dann ist es okay und sogar gut, diese Fehler zu machen. Momentan bin ich schon fast zu einem Fan unserer eigenen Fehler geworden, da genau diese uns vorantreiben.


stepsetter2

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One Response to Startup-Screener: Stepsetter

  1. Coole Idee! Die Branche ist sehr aussichtsvoll. Viel Erfolg bei der Monetarisierung. Das Erlösmodell sollte jedoch etwas bedacht angegangen werden und den „Experten“ vor allem nicht zu viel Überhand überlassen.

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